Symbolik des Straußes in der brandenburgischen Heraldik

Symbolik des Straußes in der brandenburgischen Heraldik

Zuletzt aktualisiert: 5. November 2026

Kurzübersicht

Die Symbolik des Straußes in der brandenburgischen Heraldik ist selten, weil der Strauß als gemeine Figur deutlich seltener als Adler oder Löwe auftritt. Im Strausberger Stadtwappen zeigt er sich aufrecht im Schild, oft mit einem Hufeisen im Schnabel. Entscheidend ist die Blasonierung, also die offizielle Wappenbeschreibung, nicht spätere Deutungen.

  • Der Strauß ist als gemeine Figur deutlich seltener als Adler, Löwe oder Hirsch.
  • Im Strausberger Stadtwappen steht der Strauß aufrecht und klar erkennbar im Schild.
  • Das Hufeisen im Schnabel gilt als typisches Attribut des Straußes.
  • Die Blasonierung ist verlässlicher als Bilder oder volkstümliche Deutungen des Motivs.
  • Stadtwappen und brandenburgisches Landeswappen sollten bei der Motivauswahl unterschieden werden.

Inhaltsverzeichnis

Der Strauß als gemeine Figur in der Heraldik

Der Strauß gehört zu den seltenen Wappentieren der Heraldik, und die Symbolik des Straußes in der brandenburgischen Heraldik ist deshalb umso interessanter. Als gemeine Figur, also als Tier, das ohne besondere Zusatzbestimmung im Wappen erscheint, taucht er deutlich seltener auf als Adler, Löwe oder Hirsch. Gerade das macht ihn für regionale Wappen interessant, denn ein Strauß im Schild ist sofort unverwechselbar.

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Wer die Symbolik verstehen will, sollte zuerst die Grundlagen klären. In der Heraldik ist eine gemeine Figur ein natürliches Tier oder Ding in seiner üblichen Gestalt, ohne besondere Zusatzmerkmale wie eine ungewöhnliche Farbe oder Haltung. Der Strauß kann diese Rolle übernehmen, und genau darin liegt seine Stärke: Er wirkt bodenständig und klar lesbar.

Diese Motive lassen sich gut auf Stoff übertragen. Die Frage, warum ausgerechnet ein Strauß in einem Stadtwappen steht, beantwortet die Heraldik selbst meist nicht eindeutig. Dazu später mehr.

Typische Haltung und heraldische Darstellung des Straußes

In der Wappenkunst wird der Strauß in der Regel aufrecht dargestellt. Das entspricht der klassischen heraldischen Tradition, bei der Tiere so gezeichnet werden, dass ihre Silhouette im Schild klar erkennbar bleibt. Der Strauß hält dabei oft einen Gegenstand im Schnabel, etwa ein Hufeisen, was ihn von anderen Vögeln unterscheidet.

Die Blasonierung, also die fachsprachliche Beschreibung eines Wappens, nennt die Farben und Tinkturen genau. Ein Strauß kann golden, blau oder in einer anderen Tinktur erscheinen, und auch der Boden, auf dem er steht, wird beschrieben. Wer ein Wappen verstehen will, muss diese Sprache lesen können.

Für die Gestaltung eines Textilmotivs ist diese Detailtreue wichtig. Eine saubere, eindeutige Silhouette lässt sich auf einem T-Shirt besser umsetzen als eine überladene Darstellung. Wer solche Motive direkt auf Kleidung bringen möchte, findet passende Umsetzungen in der Brandenburg Kollektion.

Straußenfedern und Attribute wie das Hufeisen im Schnabel

Neben dem ganzen Tier spielen einzelne Teile eine eigene Rolle. Straußenfedern werden in der Heraldik manchmal als eigenständige Figuren verwendet, etwa als Helmzier. Das Hufeisen im Schnabel gilt als typisches Attribut, das das Motiv verankert und bei der Zuordnung zu einem bestimmten Wappen hilft.

Diese Attribute sind nicht bei allen Darstellungen gleich. Die genaue Ausführung hängt vom jeweiligen Wappen und der Zeit seiner Entstehung ab. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die konkrete Wappenbeschreibung, bevor man ein Motiv übernimmt.

Unterscheidung von Strauß, Reiher, Kranich und Storch

Der Strauß wird in der Heraldik gelegentlich mit anderen großen Vögeln verwechselt, besonders mit Reiher, Kranich und Storch. Das ist kein Zufall: Alle vier haben lange Hälse und Beine, und in stilisierter Form ähneln sie sich.

Der entscheidende Unterschied liegt in den Details. Der Strauß hat einen kräftigen Körper mit weichen Federn und einen kleinen Kopf. Reiher und Kranich sind schlanker, der Storch hat einen markant langen, geraden Schnabel. Wer diese Merkmale kennt, erkennt das Motiv zuverlässig.

Gerade bei historischen Wappen kann die Zuordnung schwierig sein, weil die Zeichnungen unterschiedlich präzise ausgeführt wurden. Eine Wappenbeschreibung ist daher die verlässlichere Quelle als das Bild allein.

Wappentiere in der Mark: Strausberg im regionalen Kontext

Die Mark Brandenburg ist reich an Wappensymbolen, und der Strauß findet sich dort in einzelnen kommunalen Wappen. Ein bekanntes Beispiel ist das Stadtwappen von Strausberg, das die Symbolik des Straußes in der brandenburgischen Heraldik in klassischer Darstellung zeigt. Auf der Strauß-Textilien im Samurai-Stil-Seite findest du den Strauß als Wappentier der Stadt in einer eigenen Motivumsetzung. Der Name der Stadt und das Wappentier stehen so in einem sichtbaren Zusammenhang. Passende Motive aus dieser Region findest du in der Strausberg Kollektion.

Solche Wappentiere dienen heute als regionale Identitätssymbole. Sie verbinden die Geschichte eines Ortes mit dem Alltag der Menschen, die dort leben. Gerade für Heimatfans und Zugezogene sind sie ein Weg, Verbundenheit sichtbar zu machen.

Dabei gilt: Ein Wappen ist mehr als Dekoration. Es ist ein offizielles Zeichen einer Gemeinde und wird entsprechend geführt. Wer es verwendet, sollte den Ursprung kennen. Mehr dazu, wie du passende Motive findest, bietet unsere Geschichte und Bedeutung der Strausberger Wappentiere-Übersicht.

Belegte Geschichte des Strausberger Wappens und Abgrenzung zum Landeswappen

Die Strausberger Wappengeschichte lässt sich nur in dem Maße erzählen, in dem sie sich aus Primärquellen und amtlichen Beschreibungen stützen lässt. Wer den Strauß im Stadtwappen deutet, sollte deshalb drei Ebenen sauber trennen: die heraldische Blasonierung, die historisch belegten Siegel- und Wappenbilder sowie die späteren volkstümlichen Deutungen. Diese Trennung ist der eigentliche Erkenntnisgewinn - sie verhindert, dass aus einer hübschen Anekdote eine scheinbar gesicherte Tatsache wird.

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Die Blasonierung, also die fachsprachliche Wappenbeschreibung, folgt einem festen Aufbau: Sie nennt zuerst das Feld und dessen Tinktur, dann die Figur, ihre Haltung, Blickrichtung und Attribute. Für das Strausberger Stadtwappen bedeutet das in der Praxis, dass der Strauß als gemeine Figur im Schild steht, aufrecht und mit klar erkennbarer Silhouette. Wer die Wappenbeschreibung nachliest, findet dort die verbindliche Auskunft über Farben und Beiwerk - nicht in späteren Bildern oder Erzählungen.

Für die Chronologie gilt: Das Stadtsiegel ist die ältere Quelle, das Wappen in seiner heutigen Form die jüngere. Siegel wurden bereits im Mittelalter geführt und zeigen das Motiv in einer oft gröberen, aber ursprünglicheren Form; spätere Wappenbestätigungen und Neuzeichnungen glätten und vereinheitlichen die Darstellung. Wer die Entwicklung nachvollziehen will, sollte daher zuerst nach Siegelabdrücken in kommunalen und staatlichen Archiven suchen, dann nach Wappenbriefen oder Bestätigungsurkunden und erst danach nach modernen Amtsblättern und Ortschroniken.

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Achtung: Eine häufige Verwechslung entsteht, weil Stadtwappen und Landeswappen in populären Darstellungen nebeneinander abgebildet werden. Das brandenburgische Landeswappen zeigt den roten Adler auf weißem Grund und steht für das Land als Ganzes; das Strausberger Stadtwappen zeigt den Strauß und repräsentiert ausschließlich die Gemeinde. Beide Zeichen haben unterschiedliche Rechtsträger, unterschiedliche Schutzwirkung und unterschiedliche Verwendungsregeln. Für Motive aus dem gesamten Land bietet die Brandenburg Kollektion eine Übersicht.

Ein weiterer Punkt der Quellenkritik betrifft die Deutung. Der Strauß als Wappentier ist selten, und gerade deshalb ranken sich um ihn Erzählungen, die sich nicht belegen lassen. Eine belastbare Darstellung unterscheidet zwischen dem, was die Blasonierung sagt, dem, was Siegel und Urkunden zeigen, und dem, was spätere Chronisten hineingedeutet haben. Diese Dreiteilung ist anspruchsvoller als eine einzelne hübsche Geschichte - aber sie ist das, was eine Wappengeschichte tatsächlich trägt.

Für die Einordnung hilft ein kurzer Vergleich mit anderen Wappen, die einen Strauß zeigen. Der Strauß tritt in der Heraldik in mehreren kommunalen und familiären Wappen auf, meist als gemeine Figur mit Hufeisen im Schnabel. Strausberg ist insofern kein Einzelfall, aber ein besonders klar lesbares Beispiel, weil der Ortsname und das Wappentier zusammenfallen. Diese Namensgleichheit ist der eigentliche Sonderfall - nicht die Figur selbst. Wer das weiß, kann das Motiv präzise einordnen und vermeidet die Annahme, der Strauß sei spezifisch brandenburgisch.

Heraldik Bedeutung Strauß: Symbolik, Deutung und Quellenkritik

Die Bedeutung des Straußes in der Heraldik lässt sich nicht auf eine einzige Formel bringen. Wer die Symbolik verstehen will, muss zwischen drei Ebenen unterscheiden, die in populären Darstellungen oft vermischt werden: der heraldischen Beschreibung, den historisch belegten Bildzeugnissen und den späteren volkstümlichen Deutungen. Diese Trennung ist keine akademische Spitzfindigkeit - sie entscheidet darüber, ob eine Aussage überprüfbar ist oder nicht.

Die erste Ebene ist die Blasonierung. Sie beschreibt, was tatsächlich im Schild steht: die Tinktur des Feldes, die Haltung des Straußes, seine Blickrichtung, seine Attribute wie das Hufeisen im Schnabel und gegebenenfalls die Helmzier. Diese Beschreibung ist die verlässlichste Grundlage, weil sie normiert ist und sich gegen das Bild prüfen lässt. Wer die Blasonierung kennt, kann jede Abbildung daraufhin überprüfen, ob sie das Wappen korrekt wiedergibt.

Die zweite Ebene sind die historischen Bildzeugnisse: Siegel, Wappenbriefe, Münzen und Amtsdokumente. Sie zeigen, wie das Motiv tatsächlich verwendet wurde, und lassen Veränderungen im Laufe der Zeit erkennen. Ein Strauß auf einem mittelalterlichen Siegel sieht anders aus als auf einer neuzeitlichen Wappenzeichnung - nicht weil sich die Bedeutung geändert hätte, sondern weil sich der Zeichenstil und die heraldischen Konventionen verschoben haben.

Die dritte Ebene sind die volkstümlichen Deutungen. Hier ranken sich um den Strauß verschiedene Erzählungen: von der Wachsamkeit über die Wehrhaftigkeit bis zur Standhaftigkeit. Solche Deutungen sind als solche legitim, solange sie als Deutung gekennzeichnet werden und nicht als historische Tatsache ausgegeben werden. Eine seriöse Darstellung nennt die Deutung, ordnet sie ein und verweist auf die Blasonierung als eigentliche Grundlage.

Achtung: Eine häufige Fehlerquelle ist die Übertragung von Deutungen aus anderen Wappentieren. Der Adler steht für Herrschaft, der Löwe für Stärke, der Hirsch für Wehrhaftigkeit - solche Zuordnungen sind selbst in der Heraldik umstritten und lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Strauß übertragen.

Für die praktische Einordnung hilft ein Vergleich mit anderen Wappen, die einen Strauß zeigen. Der Strauß erscheint in der Heraldik in mehreren kommunalen und familiären Wappen, meist als gemeine Figur mit Hufeisen im Schnabel. Die Kombination aus Strauß und Hufeisen ist dabei kein Zufall, sondern ein wiederkehrendes Attribut, das die Figur eindeutig identifizierbar macht.

Wer die Symbolik für eigene Motive nutzt, profitiert von dieser Klarheit. Ein Motiv, das auf einer belegten Blasonierung beruht, ist glaubwürdiger als eines, das auf einer erfundenen Legende steht. Und wer die drei Ebenen kennt, kann selbst entscheiden, welche Deutung er weitergibt - und welche er als das kennzeichnet, was sie ist: eine Deutung, keine Tatsache.

Wappenbeschreibung nachlesen und eigene Motive prüfen

Bevor du ein Wappenmotiv verwendest, lohnt sich der Blick in die offizielle Wappenbeschreibung. Sie zeigt, welche Elemente das Wappen tatsächlich enthält und in welchen Farben es gehalten ist. So vermeidest du, dass ein Motiv falsch wiedergegeben wird.

Eine kurze Prüfliste hilft dabei:

  • Stimmt die Haltung des Tieres mit der Beschreibung überein?
  • Sind die Farben und Tinkturen korrekt wiedergegeben?
  • Gehören Attribute wie das Hufeisen zum Originalwappen?
  • Ist klar, ob es sich um das Stadt- oder das Landeswappen handelt?

Wenn du eigene Motive gestalten möchtest, kannst du dich an den Individuelle Shirts mit Stadtwappen gestalten 2026-Ideen orientieren. Entscheidend bleibt, dass das Motiv die Vorlage respektiert und nachvollziehbar bleibt. Falls du den Blick über die Mark hinaus erweitern möchtest, findest du weitere Motive in der Sachsen Kollektion.

Häufig gestellte Fragen

Was symbolisiert der Strauß in der klassischen Heraldik?

In der klassischen Heraldik gilt der Strauß als gemeine Figur, die in Wappen vergleichsweise selten vorkommt. Seine Bedeutung ist nicht eindeutig festgelegt. Belegt ist vor allem seine Verwendung als Wappentier, etwa im Stadtwappen von Strausberg, wo er in aufrechter Haltung dargestellt wird. Weitergehende Deutungen, etwa als Sinnbild bestimmter Eigenschaften, sollten als Interpretation und nicht als gesicherte Tatsache gelesen werden, weil zuverlässige schriftliche Quellen dazu fehlen.

Seit wann findet der Strauß Verwendung in regionalen Wappen?

Eine verlässliche Jahreszahl für den Beginn der Verwendung des Straußes in regionalen Wappen lässt sich mit den vorliegenden Quellen nicht nennen. Historische Belege existieren, etwa Kupferstich-Wappen mit Strauß-Motiv aus etwa 1830 sowie ein Familienwappen aus etwa 1820. Diese Drucke dokumentieren die Darstellung, nicht aber den Zeitpunkt der ersten Verwendung in einem Gemeindewappen. Für eine genaue Datierung wären Archivunterlagen der jeweiligen Stadt die richtige Quelle.

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Strauß und der Straußenfeder im Wappen?

Ja. Der ganze Vogel und die Straußenfeder sind zwei verschiedene heraldische Figuren. Die Feder kann als eigenständiges Element oder als Wappenschmuck auftreten, etwa in einer Helmzier. Bei der Blasonierung, also der fachgerechten Beschreibung eines Wappens, muss klar angegeben sein, ob der ganze Vogel oder nur eine Feder gemeint ist, weil sich beides in der Wirkung deutlich unterscheidet.

Welche Eigenschaften werden dem Strauß als Wappentier zugeschrieben?

Häufig genannt werden Wehrhaftigkeit, Schnelligkeit und Standhaftigkeit. Diese Zuschreibungen stammen aus der Tiersymbolik älterer Traditionen und sind in der Heraldik nicht verbindlich festgelegt. Wer ein Wappen deutet, sollte zwischen der dokumentierten Darstellung und der nachträglichen Bedeutungszuschreibung unterscheiden. Die Bedeutung eines Wappentiers ergibt sich oft erst aus der Geschichte der Gemeinde oder Familie, die es führt.

Wie wird der Strauß in der Wappenkunde grafisch dargestellt?

In der klassischen Darstellung steht der Strauß meist aufrecht. Typische Attribute sind Hufeisen im Schnabel sowie Straußenfedern als Schmuck. Die Farben werden in der Blasonierung mit Tinkturen angegeben, etwa golden oder blau für den Vogel und grün für den Boden. Die genaue Gestaltung hängt vom jeweiligen Wappen ab, weshalb für eine verbindliche Beschreibung immer die offizielle Wappenbeschreibung der Gemeinde maßgeblich ist.


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